Freiburger Jonglier-Convention 2005
Freitag
Endlich wieder eine Jonglier-Convention!! :D
Leider kam die Mitfahrgelegenheit von famous Thomas Dietz nicht zustande. Aber das Auto wurde dennoch voll, zum einen fuhr Dani mit, zum anderen gabs Mitfahrsuchende zuhauf, wie immer über www.mitfahrgelegenheit.de :)
Morgens ging es los, und zielstrebig düsten wir bis nach Freiburg im Breisgau. Die zwei Mitfahrerinnen schnell am Bahnhof abgeliefert, und dann war es endlich soweit! :D Schon letztes Jahr war ich hier und verbinde dadurch etwas Wiedersehensfreude, zumal die letztjährige Convention auch klasse war! :) (www.jonglieren-in-freiburg.de )
Während Dani erst mal auf der Suche nach Essbarem in die Stadt fuhr (mit dem Einrad), machte ich mich sofort auf der Wiese hinter der Turnhalle bequem, da eine Anmeldung ohnehin noch nicht möglich war (ich war zu früh ... na ja, zumindest zu früh für eine Anmeldung, zu früh zum Jonglieren kann man nie sein ;-) ).
Ich brauchte nicht lange warten, da gabs dann auch die erste große Begrüßung, nachdem Hanna mich von hinten überrascht hat! :-D *freuhopsknuddel*
Viel zu lange nicht gesehen! :)
Heiko samt Sohn sind auch da (haben ja Hanna gebracht), und zusammen verbringen wir die erste Zeit auf dem Rasen, wo wir gleich mal die ganzen alten Akrobatik-Nummern wieder auffrischen konnten (und dabei noch Nachhilfe für andere Akrobatik-Interessierte geben durften), später hab ich dann (nach eine kurzen Einarbeitungsphase mit Keulen) mit Heiko recht passable Fortschritte im Keulen-Passen gemacht! :)
Mit der Zeit wurde es immer stürmischer, so dass die Jonglage schwierig wurde. Wir verzogen uns also dann endlich in die Halle, wo wir ungebremst weitermachten. Bis zur Open Stage haben wir eigentlich ohne großartige Pause alles ausprobiert, was uns so einfiel. Immer wieder sah man auch bekannte Gesichter, inzwischen kennt man ja schon so diverse Pappenheimer ;-)
Große Überraschung: Luke Burrage aus England war da! The great one and only Luke! Ich bin echt beeindruckt :)
Thomas Dietz hab ich dann auch noch persönlich begrüßt – da seine Freundin in Düsseldorf wohnt, könnte ich ihn ja öfter mal noch sehen, wenn ich denn regelmäßig ins Zakk zum Jonglier-Stammtisch gehen würde. *rolleyes*
Die Open Stage war tlw. sehr cool (Luke machte eine Jongliernummer, die einfach zum Schreien komisch war), zum Teil aber auch eher mau (verglichen mit letztem Jahr) – die Diabolonummer war sogar imho ziemlich schlecht (trotzdem großen Respekt an die beiden Jungs – sie waren tierisch nervös, glaub ich, und die Musik machte auch Probleme); Hanna hab ich eingebläut, daß sie nächstes Mal gefälligst dann auch mal was aufführen soll, zumal am Ende der Show noch mehrmals um spontane Vorführungen gebeten wurde (und keiner sich gemeldet hat).
Weiter gings danach, bis die Füße qualmten!
Ein äußerst skurriler Franzose älteren Kalibers fiel auf: er hatte ein total seltsames Einrad dabei, das die Achse nicht im Zentrum des Rades hatte, sondern am Rand ... hoppelnd wie ein Hase zog er damit seine Kreise in der Halle. Außerdem hatte er ein Drehbrett dabei, auf dem er minutenlang draufstand und sich schlicht drehte ... drehte ... drehte ... ich hab das Gefühl, es scheint süchtig zu machen, auf jeden Fall tat der Mann an dem Wochenende wenig anderes als sich auf dem Brett zu drehen *grins*
Ich hatte es natürlich auch mal probiert, aber es ist sauschwer, nicht zuviel Speed draufzukriegen und dann runterzufliegen.
Um halb vier wurden wir dann doch müde, so dass wir uns in die Schlafhalle verkrochen ... mir tat jetzt schon alles weh, und ich ahnte, was mich morgen erwarten würde *g* Um vier schlummerte ich dann endlich dem Muskelkater entgegen.
Samstag
Es kostete schon ein wenig Überwindung, endlich mal aufzustehen ;)
Der Muskelkater machte sich schon ziemlich bemerkbar, aber der Start in den Tag ging erst mal noch ganz gut. Das Frühstück war wieder wie letztens Jahr voll OK, Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, Kaffee, Kakao, Müsli, Joghurts ... was das Herz begehrt J Und sogar Alufolie für alle, zum Brötchenschmieren für Tagsüber. Was das angeht, ist die Orga von Freiburg wirklich vorbildlich.
Ich krieg inzwischen schon wieder die neuen Bekanntschaften durcheinander, auf jeden Fall lernten wir am Tisch die Janet nebst Freund kennen, dessen Name ich schon wieder vergessen hab (Daniel?), war sehr nett, es war ihre erste Convention, entsprechend neugierig fragten sie uns aus. :)
Während des Tages beging ich einen folgeschweren Fehler: fasziniert beobachtete ich einen kleinen, vielleicht sechsjährigen Jungen, der auf einem Laufball rumhampelte und dann sogar mit einem Diabolo darauf spielte. Natürlich musste ich Fotos davon machen, aber dummerweise habe ich auch überlegt, dass ich das gerne selbst mal ausprobieren wollte. Logisches Ergebnis: es haut mich erst mal volle Kanne auf die Fresse. Aber lerne ich aus Fehlern? Zumindest nicht nach dem ersten, denn ich will natürlich noch mal drauf. Und wieder rollt der Ball unter mir weg, so dass ich Übergewicht nach hinten bekomme – Füße weg, voll auf den Rücken, dummerweise stützte ich mich irgendwie reflexartig mit der Hand ab (genau kann ich nicht sagen, wie ich gefallen bin, weil das total schnell und völlig unkontrolliert passiert), das Ergebnis ist ein total schmerzendes Handgelenk, das mich das restliche Wochenende begleiten sollte. :-(
Damit das Handgelenk aber auch keine Gelegenheit bekommen sollte, sich zu beruhigen, habe ich natürlich erst mal, nachdem der erste Schmerz nachgelassen hatte, weiterjongliert, endlich den korrekten Kreuz-Schwung beim Poi-Schwingen gelernt, inklusive einem kleinen Trick mit einem Schwung unterm Bein durch, und später dann auch wieder Akrobatik gemacht ... bis ich dann wirklich aufhören musste, weil die Hand zu sehr weh tat. :-(
Später fings dann endlich an zu gewittern – es war ja auch super schwül gewesen die ganze Zeit. Es war beeindruckend, und jeder der weitverzweigten Blitze wurde mit großem Applaus und Gejohle der Jongleure quittiert.
Leider rückte der Abend immer näher – Hanna musste leider schon Samstag abend gehen, weil sie Sonntag für eine Klausur lernen musste. Gegen halb acht war es dann wieder soweit: die Public Show rief! Und was soll ich sagen: sie war super!!! Unglaublich genial. Wieder wie letztes Jahr natürlich in der ersten Reihe, und viele Fotos gemacht. Ich kann eigentlich nur empfehlen, das Video zu kaufen, man kann schlecht beschreiben, was abging. Und als man nach der erste Hälfte dachte, dass das jetzt eigentlich schwer zu toppen ist, wurde man in der zweiten Hälfte eines Besseren belehrt!! Richtig, richtig, richtig klasse! :-D
Danach großer Herzschmerz L Hanna musste gehen, mit ihr dann auch Heiko und Sohn. *knuffeldrück*
Danach wanderte ich noch so in der Halle rum, machte weiter Fotos, und packe so langsam meine Sachen mal wieder zusammen, und bemerkte dann plötzlich, das mein ganzes Jonglierzeug noch seit vor der Public Show draussen auf dem Rasen lag! Zum Glück ist Klauen auf Conventions ein ziemliches Fremdwort, es lag natürlich noch alles im Dunkeln da.
Dabei beobachtete ich noch zwei Mädels mit Leucht-Pois, was mich darauf brachte, meine ganzen Leucht- und Feuerartikel zusammenzupacken und mit rauszunehmen. Während ich noch hin- und herüberlegte, ob ich wirklich so ein Knicklicht-Dings anzünden soll, fing dann die Feuerjonglage auf dem Sportplatz an! J Also erst mal hin, Dani war natürlich auch da, und natürlich musste ich erst mal Fotos machen. Da ich durch die Hand (und vorhin zerrte ich mir auch noch irgendwo die Schulter) gehandicapt war, hab ich es mir verkniffen, selbst was zu probieren, aber als ich so am Rand bei den Zuschauern saß, die in lockeren Gruppen auf Bänken oder um eine Wasserpfeife herumhockten, hat irgendeiner angefangen, auf etwas herumzutrommeln – und ohne groß sich abzusprechen, fingen wir alle an, irgendwelche Gegenstände zu nehmen, um sie zu zweckentfremden ... und schon jammten wir alle hemmungslos los, es war die wahre Pracht!! Es machte eine Mordsgaudi, und war ein total vollwertiger Ausgleich dafür, dass ich grade nicht jonglieren konnte...
Später hab ich dann doch noch die Leuchtpois fertiggemacht, zumal ich Dani mal damit drehen sehen wollte, und hab dann später doch noch selbst damit rumprobiert, ebenso mit (nicht brennenden) Feuerpois – und habe festgestellt, dass ich den Rückwärtsschwung über Kreuz noch gar nicht kann!! Hab ich gleich wieder was zum Üben. :D
Als es dann irgendwann zu kalt wurde und die meisten schon drin waren, verzogen wir uns dann auch rein, wo ich aber nicht mehr wirklich viel machte. Recht lethargisch hockte ich am Rand und schaute zu und bemitleidete mein Handgelenk. Da Rumsitzen logischerweise müde macht, machte ich es mir irgendwann bequem und nickte dann auch fast ein – erst gegen halb drei Uhr bequemte ich mich dann auch mal ins Bett (nachdem ich noch einen kleinen Disput mit der Polizei mitbekommen habe; anscheinend hatten sich Nachbarn wegen Lärm beschwert).
Rheumasalbe auf Handgelenk und Schulter – und hoffen, dass es morgen wieder besser ist.
Sonntag
Es war tatsächlich besser! :D
Aber zunächst mal: MUSKELKATER! Ich schleppte mich irgendwie zum Frühstück, wo wir wieder mit Janet und Freund gefrühstückt haben. Später, ich hab die meisten Sachen schon zusammengepackt, troll ich mich mit dem Drehstab zufällig mal nach draußen auf die Wiese (es regnet inzwischen immer wieder mal), wo ich dann zwei Kollegen traf, die ebenfalls mit Drehstäben herumhantierten. Der eine stellte sich als der raus, der gestern auch beeindruckende Sachen mit Feuerpois veranstaltet hatte, und jetzt erfuhr ich auch seinen Namen: Michael (wenn ich das jetzt noch richtig in Erinnerung hab). Das kleine Treffen wurde kurzerhand in einen Mini-Workshop umfunktioniert, zumindest begann ich sofort, zaghaft mit dem Drehstab zu hantieren. Schulter und Hand beschwerten sich nicht, also konnte es losgehen, und eine Stunde später hatte ich einen neuen Trick drauf, hab erstmals angefangen, horizontal zu drehen, und hab noch einen Trick zum Daheim üben mitgenommen. Gegen Ende kam noch die Französin, die ich schon von früheren Cons kannte, und die einen unglaublich leichten, lockeren Stil mit Drehstab und Pois drauf hatte, dazu, und zeigte noch einen Trick, an dem ich wohl die nächsten zwei Jahre zu knapsen habe ;)
Alles in allem ein erfolgreicher Vormittag, das Wochenende hatte sich vollauf gelohnt! :D
Und dann kamen endlich dann auch noch die Spiele – sie wären eigentlich unter den Tisch gefallen, wenn nicht Luke die Sache in die Hand genommen hätte! :-D Und zum ersten Mal wagte ich mich auch mal ins Getümmel des Combats – aber ich schaffte es nie länger als ein paar Sekunden *g* Einmal hab ich immerhin aber den Kollegen mit den zwei Devilsticks zu Fall gebracht (quasi in einem Kamikaze-Unternehmen ;))
Auch die anderen Spiele waren ziemlich lustig – leider verpasste ich das Endurance-Game, also so lange wie möglich irgendwas machen ... ich hätte vielleicht echt mit der Keulen-Balance glänzen können! Das ist ja das Einzige, was ich ziemlich gut kann *g*
Leider ging es jetzt dann auch zu Ende. Auf meine Nachfrage hin, wo denn der Toss Up bliebe, wurde der dann auch noch veranstaltet; ich schaffte es, ein Diabolo UND drei Keulen in die Luft zu schleudern! Gegen 15 Uhr packten wir dann entgültig alles ins Auto, und schweren Herzens und dem festen Vorsatz, nächstes Jahr wieder herzukommen, ging es wieder gen Heimat.
Fotos gibt es übrigens hier - aber auch unter www.albapasser.de ;-)
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