Manus Webtagebuch

30.5.05

Monday, bloody Monday

Huh!! Es ist kalt geworden. Die Hälfte vom Samstag: 15°C!!
Trotzdem ziehe ich die Sandalen an - das wäre doch gelacht! ;)

Work:
Lokalzeit at its best ... wir stehen ne halbe Stunde im Foyer rum, rufen irgendwann die Autorin an, welche uns dann mitteilt, daß das Thema schon längst "gestorben" ist ... allerdings hätte sie das der Redaktion gesagt, welche es natürlich wieder verpennt hat, uns davon in Kenntniss zu setzen. Typisch.
Ich nutze die Zeit und drucke meine Vokabelliste, auf CF-Karte mitgebracht, mal auf Papier aus :) Sehr praktisch, sowas.
Außerdem schreibsel ich ein wenig an den Völker-Details von Æýansmottír weiter.
Dann gehts aber doch noch raus - über die Südbrücke nach Neuss, die in Kardinal-Frings-Brücke umbenannt werden soll (und vermutlich auch wird), auch wenn es keine Sau interessiert und jeder sie weiterhin Südbrücke nennen wird... *langt sich an den Kopf*

Winamp:
Holla! Mal was Neues: Robert Cray ist angesagt (ich kam drauf, weil ich am Wochenende ein Lied von ihm im Radio gehört habe) - jetzt nudel ich mal einfach alle CDs von ihm runter, die ich habe: "Shame & A Sin", "I was warned" und "Sweet Potato Pie" (auf LP und MCs habe ich fast alle anderen auch noch *grins*)

29.5.05

Das Wochenende - Streifzug durchs Münsterland

Das vergangene Wochenende war HEISS !!!! Und anstrengend, denn ich durfte mich nicht faul auf die Haut legen, denn wir mussten arbeiten, und zwar das komplette Wochenende durch.
Es ging ins Münsterland, für einen Streifzug der neueren Art, nämlich moderiert von der sehr netten Marlene Lufen :-).
Sehr locker flockig, aber mit ziemlichen technischen Problemen bezüglich der drahtlosen Mikrofonansteckern (scheiß Dinger! Windempfindlich wie nochwas!), hatten wir dennoch ein schönes Wochenende.
Der Freitag war der Hammertag ... 13 Stunden, weil wir nämlich die Ballonfahrt aus Wetterprophezeiungsgründen auf Freitag abend vorgezogen haben. Jawohl - wir sind Ballon gefahren! :D (ich schon zum dritten Mal)
Ansonsten hatten wir noch das Sandsteinmuseum in Havixbeck und die letzte verbliebene Ems-Fähre besucht - auch nett :) Letztere hatte noch einen richtigen Fährmann, der Fährmann auf dem T-Shirt stehen hatte! *g* - Auf Zuruf brachte er die Wanderer und Radfahrer von einem Ufer zum anderen, an einem Stahlseil entlanggehangelt.

Am Samstag schien es mir fast noch heißer. Wir besuchten einen echten Holzschuhmacher, ein richtiges Original, von dem ich auch für 7,50 Euro ein Paar kaufte! *g* Außerdem schwitzten wir noch bei einem Spargelhof auf dem Feld bei glühender Mittagshitze - wurden dann aber auch später durch mehrere Spargel-Spezialitäten mit Prosecco fürstlich entlohnt! :-D *schmatz*
Ansonsten machten wir heute etwas früher Schluß, wodurch es uns möglich war, den Abend unglaublich relaxed am Ufer eines Badesees zu verbringen, uns so richtig in die Fluten zu werfen, Kopf-Bomben zu machen und so weit in den See rauszuschwimmen, daß die Aufpasser uns mit dem Motorboot nachsetzten und uns wieder in den Schwimmerbereich verwiesen *ggg*

Des Abends hatte ich dann auch noch einen GEISTESBLITZ!! Und zwar bezüglich meiner Populationsdichte auf Æýansmottír. :-D Ich bin GLÜCKLICH!! MEINE PROBLEME SIND GELÖST!! :D *rumhüpf*
Dummerweise kann ich es nicht verraten, weil das noch geheim ist ;-)

Auch sonst bastel ich in letzter Zeit immer wieder mal ein bißchen rum, vor allem Vokabeln haben es mir derzeit angetan - die Vokabelliste wird immer länger, und zumindest die geografischen Bezeichnungen lassen sich meist schon übersetzen. *froi*

Aber zurück zum Wochenende:
Der Sonntag verlief dann auch recht entspannt, zunächst auf einem Floss, auf das eine Hütte und eine Laube gebaut wurde, und wo man gemütlich frühstücken kann, während der Käptn die Ems hochtuckert - seeehr entspannt! :D
Danach noch der krönende Abschluß, vor allem für meine allergiegeplagte Nase: der Besuch beim Pferdezüchter :)
Fohlen sind einfach schnuffig :-D Schade, daß ich allergisch gegen Pferde bin. Ich müsste es mal mit einem richtigen echten Atemschutz probieren.

Früh zu Hause, und noch faul rumgehangen - es ist einfach viel zu heiß unterm Dach hier *stöhn*
Und spät abends dann endlich das Wärmegewitter. Es zog genau über mich drüber, zum Glück surfte ich mit Laptop, so daß ich ihn vom Stromnetz trennen konnte ;)
Gewitter sind was Tolles! KRACHWUMM!!! *BLITZ* (oder andersrum) Coool! :D

Und morgen erst um 11:30 Uhr arbeiten! *entspann*

Surfeskapaden:
Sonntag abend erwischte es mich wieder voll ... eine Diskussion im IRC über Rubik's Cube-Geschwindigkeitsrekorde führte mich in die Abgründe menschlicher Hobbys *rofl*
Ein guter Anfangspunkt wäre: www.speedcubing.com, von dort aus kann man sich gut zu den absurdesten Links weiterhangeln ... Rubik's Cube-Art, Versuche mit 20x20x20-Würfeln inkl. Lösungsansatz, Bauanleitungen für verrückte Zauberwürfel-Arten, und natürlich unglaubliche Rekordliste - inklusive Disziplinen wie "mit verbunden Augen" oder "mit einer Hand"!
Der derzeitige 15jährige Rekordhalter aus Japan führte mich direkt zu noch abstruseren Hobbys. Ich nenne nur "Pen-Spinnig" (die Kunst, einen Stift zwischen den Fingern zu drehen) oder Highspeed-Solitaire. Sein Hobby Speed Stacking (zu deutsch: Hochgeschwindigkeits-Becherstabeln) sieht übrigens, nachdem man den ersten absurden Eindruck überwunden hat, durchaus cool aus! :D *in den fingern juckt*

Winamp:
Mal abgesehen davon, daß ich schon ewig nicht mehr am PC gehört habe: in der Stereoanlage läuft immer noch Jule Neigel Band. ;-))

26.5.05

Höhen und Tiefen

Arbeit:

Naja, am Dienstag traf uns die Arschkarte mit dem Möbelflüsterer, und die Arbeit mit dem Typen bestärkte mich wieder mal in der Abneigung gegen dieses Sendeformat. Wir haben es tatsächlich trotz guter Vorsätze nicht geschafft, keine Überstunden zu machen.

Am Mittwoch gabs dafür wieder einen lockeren Tag - nix Besonderes, was Kleines über Lärmbelästigung durch Flughäfen, dafür aber noch eine dreiviertel Stunde vor Feierabend der FURCHTBAR DRINGENDE O-Ton mit einem Beamtenfuzzi ... *rolleyes* - wieder ne viertel Überstunde.

Winamp:
Zu Hause läuft grad wieder Diverses von Kamelot ;) Geht einfach gut ab.

Sonst:

Es wird in letzter Zeit wieder gebastelt was das Zeug hält !! Vor allem der heutige Tag, der ja wegens Feiertag frei war, habe ich quasi komplett genutzt (aber doch gewaltig schlechtes Gewissen gehabt wegen des geilen Wetters draussen) - ich konnte mich einfach nicht losreissen. Näheres steht im Æýansmottír-Blog. *stöhn* Ich kann nicht mehr, fühl mich irgendwie ausgelaugt *g*

Die SMS's von Mitfahrgelegenheitensuchenden fürs Jongliertreffen in Freiburg in zwei Wochen trudeln schon reichlich ein - aber eine davon macht mich stutzig - nur die Mitteilung "Ich wär gern dabei, hast du einen Platz frei?" - keine Anmerkung, von wo nach wo, und hin oder zurück oder beides usw... - ich ahnte, daß es jemand vom INBAZ-Forum sein muß ... Jongleure sind mir natürlich lieber als andere Mitfahrer, also ruf ich erst mal den an, und als wen entpuppt sich der "Thomas"??? Als DER Thomas Dietz, der durchaus 9 Bälle in der Luft halten kann! :D Es wird mir ein Vergnügen sein, ihn durch Deutschland zu kutschieren *grins*

Etwas Betrübliches gibt es aber auch noch: beim Nachhauseweg gestern bremst beim Linksabbiegen die Vorderfrau wegen eines kreuzenden Radfahrers ... und ich ditsch ihr hintendrauf :-(
Wäre eigentlich nicht so schlimm ... doch es ist ein Leihwagen. Die gute Frau fühlt sich leider verpflichtet, der Leihfirma Bescheid zu sagen, obwohl gerade mal das Nummernschild etwas verbeult ist. Wenig später der Anruf, daß die Firma leider ziemlich die Welle macht, und eigentlich am liebsten die Polizei gehabt hätte (was ich zum Glück vermieden habe), und ich frage mich, was die eigentlich bezwecken, die werden ja wohl kaum die Stoßstange neu machen lassen, weil das Nummernschild eingedrückt ist. Und dann meinen die auch noch, durch das wegfliegende Blinkerglas von mir (das ist nämlich jetzt raus :-( ) sei ein Kratzer in der Stoßstange entstanden - ich hab natürlich keine Ahnung (und auch sonst kann das keiner nachvollziehen), ob der Kratzer nicht schon vorher da war. *sich ziemlich ärgert, weil wegen so einem Firlefanz so ein Theater gemacht wird und da jetzt wohl ziemlich unnötige, aber dennoch hohe Kosten auf mich zukommen* >:-(
Morgen geh ich mal zu der Firma (noch vor dem Dienst - Graks, ich muß ja dann direkt auch für 3 Tage auf Dienstreise...) und versuch mal versöhnlich, das zu klären :-/

24.5.05

Keine Wahlberichterstattung

Tja - da hatte ich das Schlimmste befürchtet, und dann saßen wir heute den Ganzen Tag nur dumm rum ... bzw. ich saß irgendwann draußen auf dem Rasen nicht ganz so dumm rum, weil ich mir die Zeit mit Jonglieren und Weltenbasteln vertrieb ... die Seetrolle entwickeln sich langsam.

Dafür bekommen wir morgen aber die Arschkarte - den Möbelflüsterer... :-/ Naja, auch der Tag wird vorrübergehen.

Dann nutzte ich die Gunst des frühen Feierabends und statte McTrek noch einen Besuch ab - sehr zur Zufriedenheit, denn ich ergatterte zum einen das letzte Paar von Tarp-Zeltstangen (teleskopierbar, für günstige 12 Euro das Paar - verglichen mit 26 Euro für eine einzelne Stange bei Sack&Pack schon ein Schnäppchen), nahm noch gleich zwei von diesen Faltsitzen mit, da meiner nunmehr am Wochenende entgültig über den Jordan gegangen ist, und bekam sogar noch für Kaffeekassen-Preise zwei Ersatzsegmente für meine gebrochene Zeltstange :-)

Zu Hause angelangt, wird endlich erst mal alles Restliche aufgeräumt vom Wochenende, und spät am Abend dann doch auch mal endlich was zu Essen gemacht - heutiges Experiment: Kartoffel-Lauch-Auflauf :-)
Ich fands lecker, und es ist noch ein kleiner Rest da für morgen früh...

Winamp:
Heute lief mal zur Abwechslung ganz was anderes: "Jule Neigel Band - Herzlich Willkommen" *grins* Im Auto lief dagegen "Barebones", passend zur aggressiven Fahrweise, die in Düsseldorf manchmal einem abgenötigt wird...

Na dann - um 8:30 Uhr fängt die Arbeit wieder an, drum gehts jetzt ins Bett ;-)

Stimmung:
Vorfreude auf diverse Unternehmungen die nächsten Monate ... Jonglierfestivals, Kaltenberger Rittertunier usw. :-D

23.5.05

Wochenende auf dem Ith

Tja, jetzt sitz ich hier um halb zwei nachts, morgen fängt der Alltag wieder volle Kanne mit Wahl-Nachbereitung an, und mir tun so etliche Dinge an meinem Körper weh *grins*

Das liegt voll und ganz an diesem Wochenende, ist aber nicht schlimm, schließlich will ich es so ja ;-)
Es ging zum Ith. Das ist das Klettergebiet meiner Anfänge, dort habe ich das Klettern im Fels und das Vorsteigen bei selbstgelegten Sicherungen gelernt. Und es ist einfach klasse dort :-)
Anlass war der Geburtstag von Pam, und zunächst ging es zu viert los, es sollten aber mehr werden im Laufe der Tage.

Die Packerei war natürlich wieder mal gigantisch. Da wir für eine größere Gruppe planten, hatte ich schlußendlich drei Zelte dabei, einen Haufen Fressalien, zwei Isomatten, Küchenzeugs usw. usf, nicht zu vergessen einen Großteil meiner Kletterausrüstung, so daß mein Autochen schon ziemlich voll war. Zum Glück teilten wir uns schon jetzt auf zwei Autos auf, so daß ich die komplette Rückbank noch frei für Gepäck hatte.

Reichlich spät kamen wir am Freitag los, und zum Briefwählen bin ich trotzdem nicht mehr gekommen - naja, am DIESEM Wahlergebnis hätt ich eh nix mehr rütteln können ;)

Pünktlich zum Zeltaufbau fing es dann auch an zu nieseln, zum Glück aber nicht doll. Den Abend verbrachten wir gemütlich unter dem Tarp, bei Gitarrespielen, Singen und Grillen. Und später dann noch "Wahl, Wahrheit oder Pflicht"-Spielen - und ich wußte es schon vorher: ich mag solche Spiele nicht besondern ;-)
Naja, immerhin kamen dadurch die anderen in den Genuß eines barfüssigen Regentanzes und peinlichere Informationen über meine Jugendsünden... *rolleyes*
Dabei gesellte sich übrigens auch noch ein Klettermaxe zu uns, Michael, der eigentlich einen Freund hier treffen sollte, jener aber nicht kam, so daß er etwas anschlußlos war... - sehr knuffiger Kerl. :-) Ein klein wenig verrückt, aber sympathisch.

Irgendwann schauten wir entgeistert auf die Uhr, und stellten fest, daß es schon jenseits der vier Uhr morgens war - das Fatale: ich war kaum müde!

Die neue Isomatte wurde diese Nacht entjungfert! Und ich muß sagen, sie ist äußerst bequem! :-D Und was die angekündigten Temperaturen angeht: es war wesentlich wärmer als befürchtet. Die lange Unterwäsche plus Socken waren im Schlafsack eigentlch fast überflüssig, zumindest war mir morgens stets zu warm.
Übrigens hatte es nachts ziemlich doll geregnet. Dementsprechend waren die Wege ziemlich schlammig, und auch die Wiese war ziemlich weich. Stiefel, Schuhe und der Platz unter dem Tarp sahen in Windeseile aus wie ein Schlachtfeld *ggg*

Sehr relaxed hatten wir deshalb am Samstag ausgeschlafen, und das, obwohl ich tatsächlich (nach 1-2 Stunden Schlaf) gegen 6 Uhr schon wieder aufgewacht bin und danach nur noch dösend und alle halbe Stunde auf die Uhr linsend weiter rumgelegen habe. Die anderen jedoch fröhnten dem Ausschlafen wesentlich hartnäckiger als ich, so daß ich in der Morgensonne etwas an Gormenghast weiterlesen konnte, bis mir dabei doch die Augen zufielen und ich mich wieder zurück in den Schlafsack verkroch, wo ich dann doch noch einnickte, bis die anderen wach waren.

Später kamen dann noch die restlichen dazu, und ich lernte mal den amerikanischen Freund von Pams Cousine kennen - er brachte uns alle dazu, wenigstens wieder mal ein bißchen englisch zu reden, weil er nicht wirklich viel Deutsch konnte. :-)

Und neben jede Menge Fußballspielen (Pams Arbeitskollegin Sheila spielt nämlich in einer Frauenfußballmannschaft und war die ganze Zeit heiß darauf, rumzukicken) gings dann endlich auch zu den Felsen! :D

Es ist jedesmal immer wieder ein echtes Wiedersehen, und fast wehmütig lege ich in solchen Fällen meine Hände an die Steinformationen und merke, daß Klettern einfach der tollste Sport ist, den ich bisher kenne, und vermutlich wird das auch so bleiben.

Sheila hatte dann auch ihre Premiere, es war ihr erstes Mal an einem Kletterseil; und es war einfach toll zu beobachten, wie sie es erlebte! :-) Und das Beste daran natürlich: es gefiel ihr bombig! Es bleibt zu hoffen, daß sie jetzt vielleicht öfter mal mitkommt, dann wären wir zu viert, und es bräuchte nicht immer einer warten, während die anderen beiden klettern.

Leider zieht es sich zu viert mit einem Seil auch ziemlich dahin, so daß wir letzten Endes auch nur die eine Route zusammen geklettert haben, und nur ich alleine hatte dann noch eine zweite versucht, diesmal im Vorstieg, was wieder richtig schön war, mit all dem Geklimper am Gurt, und RICHTIG zu klettern - die selbst abgesicherte Kletterei ist für mich einfach das eigentlich, echte Klettern, alles andere sind abgeschwächte, vereinfachte Formen. :)

Dann wurde es allen etwas zu kühl, und es ging wieder zurück zum Zeltplatz. Zu einem tollen Sonnenuntergang (den wir aber leider nur erahnen konnten, weil wir nämlich nur die roten Wolken vor dem blauen Himmel sehen konnten, der eigentliche Sonnenuntergang wurde von dem bewaldeten Hügelkamm, der auf der anderen Seite die Kletterfelsen beherbergte, verdeckt - man hätte in Windeseile den Kilometer zu den Felsen spurten müssen, um von einem der Felsköpfe den Sonnenuntergang zu sehen, und wer weiß, ob es bis dahin nicht schon alles wieder vorbei gewesen wäre :-(

Außerdem war der Grill wieder voll mit Würstchen, und Pams andere Cousine hatte einen Riesentopf mit Kartoffelsalat mitgebracht.
Bei erneuten Gesängen zur Gitarre und allgemeinem exzessivem Frohsinn ging der Abend dann mit wortwörtlich Wein, Weib und Gesang auch zu Ende. Vernünftigerweise ging es diesmal etwas früher ins Bett.

Der Wettergott war uns hold. Der Sonntag war gekennzeichnet von strahlender Sonne - ich habe meinen ersten Sonnenbrand geholt! Die meiste Zeit lief ich ohne T-Shirt herum. Leider verabschiedeten sich die meisten dann schon mittags, während Pam, Susanne und ich noch hartnäckig faul in der Sonne lagen (bzw. unter dem schattigen Tarp), statt vernünftigerweise das Wetter auszunützen und klettern zu gehen. Es war mir nicht ganz unrecht - ich hatte bei irgendeiner Bewegung den linken Oberarm gezerrt, in den Unterarmen hatte ich ziehenden Muskelkater (ich weiß ehrlich gesagt nicht, woher). Als wäre es nicht genug, hatte ich dann noch, als ich mit eine 7-8cm starken, geraden Aststück Stockdrehen praktizierte, mit den Daumenknöchel und die Wade aufgeschrammt. Ach ja, und gestern hatte ich mir bei einem Kopfball ziemliches Kopf- und Nackenweh geholt, und bei einem Sturz auf schlammigem Grund mich wieder mal unglücklich mit meiner vorbelasteten Hand abgestützt, so daß sie ziemlich weh tat ... jaja, ich Vollinvalide ich ;-)

Als dann drohende Wolken aufkreuzten und zumindest andeuteten, daß die Leute vom Wetterbericht ihren Job nicht völlig umsonst machten, brachen wir dann entgültig unsere Zelte (bzw. das letzte verbliebene Tarp) ab und machten uns unter Getöse (Kamelot, die neue CD, welche ich auch zu Hause zur Zeit rauf und runter höre und die mit jedem Mal besser wird) auf nach Hause, nicht ohne nochmal kurz bei McDonalds vorbeizuschauen, einem alten Ritual folgend, nach dem wir dadurch die Wiedereinkehr in die Zivilsation zelebrieren (bevorzugt in den schmutzigsten Klamotten, die wir so haben, und möglichst schlammverschmierten Wanderstiefeln)!

Nun denn - es ist jetzt zwei Uhr, und es ist Zeit, ins Bett zu gehen ;)

20.5.05

Welcome back to Alltag

Tja - der Alltag hat mich wieder. Zwar nicht in Form von Arbeit (ich habe heute wie auch noch die ganze Restwoche frei), aber insofern, daß ich wieder mal viel weniger mache, als ich mir vornehme, weil ich a) ziemlich lange ausgeschlafen habe (was ich allerdings nicht bereue), und b) viel zu lange vor dem Rechner sitze, Mails durchwühle, im Forum und bei Ebay rumsurfe usw.

Immerhin habe ich mich heute auch noch etwas mit der kommenden Landtagswahl beschäftigt. Vor allem mit der Frage, wen ich denn genau unterstütze, wenn ich NICHT wählen gehe, oder aber wenn ich eine der kleinen Parteien wähle... - leider ohne großen Erfolg.
Außerdem nutzte ich endlich auch mal den Wahl-O-Mat, somit weiß ich zumindest mal, wen ich von den großen Parteien wählen müsste, wenn ich wählen MÜSSTE.

UND ich habe Urlaub beantragt für das Kaltenberger Rittertunier bei München!! :-D Ich freu mich schon doll!! Und ich denke, daß ich wieder zur Freiburger Jonglierconvention reisen werde! :-D

Außerdem noch so dies und das, Fotos abgeben, Post erledigen, neue EC-Karte bestellen, Wäsche waschen... - und schlußendlich sogar mal die Blog-Einträge der letzten 5 Tage schreiben, weil ich das Wochenende wieder nicht dazu kommen werde (weshalb es jetzt auch drei Uhr nachts ist und ich ins Bett fallen werde, ohne anständige Mahlzeit im Bauch)... Gute Nacht...

Ach so, es gibt jetzt ja wieder die Überschrift:

Winamp:

Heute läuft die ganze Zeit Kamelot, die neueste :-D Danke, Judith! Ich find sie klasse!

19.5.05

Oslo VIII - Abreise

:-(

Heute gehts heimwärts. Leider. Ich packe betrübt all meine Sachen, sortiere noch 3-4 Teile aus, damit ich vielleicht diesmal ohne Übergepäcksgebühren hinkomme, ziehe aus diesen Grund auch diesmal die schweren Wanderschuhe an und stopfe stattdessen die normalen Schuhe in die Reisetasche (warum kam ich nicht beim Hinflug auf diese Idee???), mache mir ein paar Vesperbrote ...

Dann ist die Zeit schon rum, und wir müssen los. Judith begleitet mich noch mit zum Bahnhof, hilft mir, die vielen Taschen zu schleppen (warum kann ich eigentlich nicht mal wenig mitnehmen? Naja, ok, da ist ja auch das Zelt, zwei Isomatten und Schlafsack noch dabei). Und dort wird es dann plötzlich furchtbar knapp, Judith legt mir ein letztes Mal Geld aus (hatte ich bisher erwähnt, daß just in diesem Urlaub meine EC-Karte den Geist aufgegeben hatte? Muß wohl irgendwann zu nah an einen Magneten gekommen sein, oder so :-(); der Zug steht schon wartend da, und ich will einsteigen, doch die Türen gehen nicht auf. Der Schaffner steht GAAAAAAAAAANZ hinten bzw. vorne am Zug und fordert uns winkend auf, bei ihm einzusteigen! *zeter* Warum kann er nicht einfach die Türverriegelung nochmal aufheben??? Keuchend und die schweren Taschen schleppend rennen wir den kompletten verdammten Zug entlang, bis zu dem Schaffner, der dann auch gleich die Tür schließt, so daß ich Judith gar nicht richtig zum Abschied knuddeln konnte :-( So konnte ich nur noch betrübt winken, bis dann endlich der Zug auch mal abfuhr...

Die Rückkehr nach Deutschland verlief dagegen reibungslos. Übergepäck mußte ich nicht bezahlen, Flug klappte wunderbar. Während der Wartezeit nahm ich mir Gormenghast vor, trotz des langsamen Lesetempos durch den komplexen, blumig beschreibenden Schreibstils ist es ein köstliches Buch :) Und während des Fluges verfalle ich doch tatsächlich in Bastelwahn und erfinde flux ein lange benötigtes Tier und zwei neue Rassen, die diesmal die Meere bewohnen sollen (näheres in Bälde im Æýansmottír-Blog). Die Fahrt nach Hause war auch problemlos. Und somit sitze ich nachmittags dann schon wieder in meinem kalten Zimmer, starre in die Gegend und bin allein... :-(

Möff.

Außerdem habe ich Post bekommen, daß ich letztens auf Dienstreise wegen zu geringem Abstand zum Vordermann auf der Autobahn gemessen wurde!! :-( Das wird wieder teuer, und habe Angst, daß es an den Führerschein geht, wenn die das mit den bisherigen Blitzern verrechnen... :-( *bibber*

17.5.05

Oslo VII - Nationalfeiertag !!!

Da die Hauptaktivitäten auf der Flaniermeile Oslos wohl vormittags ablaufen sollen, machten wir uns bereits früh auf den Weg, mit Foto bewaffnet. In der U-Bahn kommen wir uns schon reichlich underdressed vor - schicke Nadelstreifenanzüge, feine Kleider und Trachten überall :-D

Und in der Stadt erst! Alles jubelt, schwenkt Fahnen, überall sieht man rotweißblau. Wir kämpften uns zur Prozession vor, erklommen erst einmal eine große Mülltonne, von wo aus man zumindest über die Köpfe der spalierstehenden Zuschauer sehen konnte; ich wollte dann aber doch näher heran und kraxelte auf den Sockel einer Laterne, direkt am Rand der Prozession, von wo aus ich das farbenprächtige, blechblasinstrumentengeschwängerte und flaggengeschmückte Spektakel hervorragend begaffen und fotografieren konnte. Die Uniformen und Trachten waren in der Tat oft beeindruckend und sehr schick - vor allem an 17- bis 25jährigen Norwegerinnen :-D (welche tatsächlich nicht selten in Nationaltrachten daherkamen; man stelle sich das in Deutschland vor!).

Später schlagen wir uns weiter nach hinten, bekommen sogar mal einen Platz ganz vorne, also direkt am Rand der Prozession, so daß die flach gehaltenen norwegischen Flaggen (die just an dieser Stelle von den Fahnenträgern mehr oder weniger synchron aufgerichtet werden) mitunter über unsere Köpfe strichen! :-D
Fasziniert lauschten wir ausserdem den einfallsreichen Musikdarbietungen der Kapellen, die bis zur Pink-Panther-Melodie oder zu modernen Songs reichten.

Im Schatten wurde es dann aber doch irgendwann zu kühl, und wir schlugen uns über eine Seitenstraße vor zum Königspalast, wo die Prozession in einem große Bogen an der regelkonform und eifrig winkenden Königsfamilie vorbeizog. Hier war der Platz schon ziemlich brechend voll, und wir erhaschten uns nur mit Mühe mal einen Platz auf einem Absperrgitter des Norwegischen Rundfunks, der vor dort aus den Kamera-Kran herumschwenkte und uns dann auch irgendwann mal wegscheuchte, weil wir immer die Köpfe einziehen mußten, wenn er mit dem Kran weit runter mußte.

Doch so langsam wurde der Trubel auch zuviel, und wir flegelten uns faul auf den Rasen, um es so den vielen Norwegern nachzumachen, die wir in den letzten Tagen fast auf jeder freien Rasenfläche Oslos beobachtet haben - man bekommt das Gefühl, die Osler liegen vor allem gerne auf irgendwelchen Grasflächen, anstatt zu arbeiten ;-)

Die Jonglierbälle waren hier genau am richtigen Platz, und so übte ich ein wenig zwischen all den bunten Gestalten und fiel damit eigentlich nicht besonders auf. :-)

Als dann allerdings dunkle Wolken aufzogen, verkrümelten wir uns lieber wieder. Während der Fahrt zum Studentenwohnheim überlegten wir uns dann aber doch spontan, weiterzufahren, um einen netten See am Ende der Bahn-Strecke zu umrunden ... doch nach nur wenigen Metern stellten wir fest, daß ohne Sonne es irgendwie ARSCHkalt hier oben war, und so machten wir uns auf den Heimweg, um dann sogar noch in einen leichten Mairegen zu kommen, der aber zum Glück gleich wieder aufhörte.

Der Rest des Tages verbrachten wir wieder mal mit Essen (die restlichen Reste wurden vertilgt, irgendwie sind wir doch noch ganz gut mit den Nahrungsmittels über die Runden gekommen :-)), dem Vorlesen des Restes der Drachengeschichte, des Durchprobierens weiterer Kartenspiele ("Bambuti" und "Ebbe und Flut" sind bis jetzt meine Favouriten), und dann versucht Judith noch, mir "Die Brüder Löwenherz" vorzulesen ... allerdings simultan übersetzt, da sie es nur auf Norwegisch da hatte. Recht bald kam sie aber zu dem Schluß, daß dies doch nicht so klappt, und erzählte mir stattdessen in eigenen Worten den Inhalt des Buches ... *schnüff* Ich denke, ich werde das Buch auch nochmal kaufen müssen, ich kannte die Geschichte noch überhaupt nicht!

Morgen muß ich fliegen!!! RUBÄÄÄÄ! *heul* *zeter* *rummmöff* *mich in pausenlose Knuddeleien mit Judith stürz*

16.5.05

Oslo VI - Viggeland-Park

Es war nicht schwer, zu entscheiden, heute NICHT viel zu unternehmen ... die Muskeln protestierten bei jedem Versuch, eine Anstrengung zu unternehmen ;)

Dennoch wollte ich unbedingt noch zum Vigeland-Park, und da morgen der Nationalfeiertag ist und ich übermorgen schon abreise (WAAAAS? Übermorgen schon??? *in Panik verfall und Judith spontan doll ein paar Minuten lang knuddel*), geht das nur noch heute.

Vigeland: hier gehts zum Wikipedia-Beitrag. Allerdings ist es völlig unzureichend, ihn auf den "Angry Boy" zu reduzieren - ich weiß nicht, warum man den auf so vielen Postkarten und Bildern sieht, ich finde viele seiner anderen Skulpturen beeindruckender, vor allem der Brunnen mit dem Lebenslauf der Menschen ist genial. Außerdem erregt der Anblick des schreienden Balgs heftiges Unbehagen ... Ich find Kinder ja allgemein sehr knuffig, aber dieses hier ist der Inbegriff des nervigen kleinen Monsters.

Unter Vigeland Park auf Wikipedia-Commons kann man noch mehr Bilder von dem Park sehen - sehr schön und ausführlich, und in ziemlich großen Auflösungen.

Ich hatte ja eigentlich schon ziemlich viele Filme für eine Woche Urlaub mitgenommen... aber irgendwie zerinnen die Bilder hier zwischen meinen Händen wie feiner Sand *gg* Aber die Figuren schreien eben förmlich dazu, abgelichtet zu werden. Zumal man sie dann auch herrlich als Vorlagen für menschliche Posen zum Zeichnen verwenden kann. ;-)

Gegen Ende des ausgiebigen, gemütlichen Besuchs des Parks entdeckte ich dann noch tatsächlich eine Kubb spielende Gruppe junger Erwachsener - wir schauen ein Weilchen zu, mampfen eifrig Dominosteine (die aus Schokolade) und versuchen, die Regeln zu ergründen, die ich leider nicht mehr kann, nachdem ich das einmal auf einer Jonglierconvention gespielt hatte.

Auf dem Heimweg noch schnell eingekauft - zum Glück gibt es hier in der Stadt verteilt einige 24/7-Läden, die immer auf haben. Wir haben nämlich völlig vergessen, daß Pfingsten ist, und daher der Montag ebenfalls ein Feiertag, gefolgt vom Nationalfeiertag *g*
Wir beschlossen, daß wir heute faul sind und einfach TK-Pizza kaufen. :-D

Abends beginnt dann die große Tauschaktion - schließlich habe ich einiges an Musik, wo Judith ganz gerne mal reinhören würde ;-)
Doch dabei passiert leider etwas, was doch einen ziemlichen Schatten über die nächsten Tage werfen sollte: mit einem Mal beginnt der Laptop, böse kratzende Geräusche von sich zu geben ... meine spontane Vermutung erwies sich bald als ziemliche Gewissheit: die Festplatte hatte gerade ihren letzten Atemzug gemacht! *args* Es ist ein FIESES Geräusch.
Diverse Wiederbelebungsversuche waren erfolglos, ein Anruf von Judith beim computerversierten Bruderherz gab unserer Vermutung recht: es sieht ziemlich hoffnungslos aus. Ziemlich betröppelt saßen wir auf dem Bett, und ich versuchte, Judith ein wenig zu trösten. Immerhin war Judith jetzt nicht alleine...

Gemeiner Nebeneffekt auf meiner Seite: ich hatte gestern noch die ganzen Bilder, die ich bisher mit meiner geliehenen Digicam gemacht habe, von der vollen Speicherkarte auf ihren Laptop gezogen, es aber versäumt, diese auch gleich weiter auf meine externe Festplatte zu verschieben !! *ärger* Damit wären die dann wohl weg :-(
Immerhin habe ich während der Wanderung noch Fotos mit der Spiegelreflex gemacht. Aber es sind trotzdem einige einmalige Bilder weg, die es nur digital gab.

Möff! *dagegen bin* *judith tröst* Der Anfang einer Arbeit, die sie Mittwoch abgeben muß, ist auch weg, diverse Weltenbastler-Texte, Gemälde, so dies und das. Zum Glück hatte sie vor einer Woche das Wichtigste abgespeichert.

Als Trost und Ablenkungsmanöver begann ich, das mitgebrachte Buch "Der Drache Getrud" von Ralf Isau vorzulesen. Außerdem testeten wir mal zwei der mitgebrachten Adlung-Kartenspiele. Sehr schön, mal wieder jemanden zu haben, der gerne Gesellschaftsspiele spielt. :-)

Morgen bricht der letzte Tag an :-( Aber was für einer: Nationalfeiertag! :-D Ich bin gespannt.

15.5.05

Oslo V - Die große Wanderung: Der Abstieg

Sanft entschwebt??? Mitnichten, denn die Luft verlierende Isomatte beschert mir schon bald unsanften Bodenkontakt, außerdem wird es bald unangenehm kalt - ich muß irgendwann meine als Kopfkissen missbrauchte Fleecejacke anziehen, habe dadurch natürlich kein Kopfkissen mehr und weiß irgendwann, zwischen etlichen Halbschlafphasen, gar nicht mehr, wie ich hinliegen soll, ohne daß mein Nacken noch mehr schmerzt, abgesehen, von den anderen Körperpartien, die so unzulänglich gegen den Boden gepolstert sind.

Nun, jede Nacht hat ein Ende, so auch diese, wobei ich interessanterweise gegen Morgen nochmal halbwegs einschlafe, sobald die Nachttemperaturen etwas steigen und die Sonne das Zelt erwärmt (wohlgemerkt, das ist hier und heute schon so gegen fünf Uhr der Fall!).
Das Esbit reicht noch für ein Cappuchino, die mitgebrachten belegten Brote für ein schmales Frühstück, und dann gehts wieder talwärts; mit wesentlich weniger Schwung und Elan wie es tags zuvor den Berg hoch ging, tun doch schließlich alle Glieder weh *grins*

Es zermürbt irgendwie, ständig bergab zu gehen. Judiths Blasen an den Füssen erleichtern dieses nicht gerade, während mein verklemmter Nerv im Hals von gestern immer noch eifrig nervt (kein Wunder, bei der Isomatte).
Ich wähle eine Weg ins Tal, der zwar auf der Karte verzeichnet ist, aber in der Realität teilweise an die Nichtexistenz grenzt - wir schlagen uns durch fast zugewachsene Kaninchenpfade, zwischen Bäume hindurch, verlieren einmal den Weg sogar kurz, um dann zum Glück doch wieder die leicht ausgetretene Linie durchs Gras zu erkennen - endlich überquerten wir Bäche, dann tauchten Telegrafenleitungen auf, und erstaunlicherweise stimmte alles mit der Karte noch überein; wir scheinen noch auf dem richtigen Weg zu sein :-)

Dann geraten wir sogar auf richtiggehend breite Wege, auch wenn sie üppig gefüllt mit großen Pfützen und Seen sind (Pfützenschützer hätten ihre wahre Freude hier - sie bekamen durch unsere Flüche bestimmt so einige Anbetung weg), die schlußendlich zu einer TIEFEN Silbergrube führen, wo man sogar mal durch eine Tür im Absperrgitter näher heran und einen Blick in die Tiefe werfen konnte. Ein interessanter Vorgang: erblickt man zunächst im Herangehen lediglich die gegenüberliegenden Felswände der vielleicht 20-30 m durchmessenden Grube, weicht der Boden immer weiter zurück, je näher man dem Geländer kommt, bis man schließlich vorne steht und erschrocken in gähnende Tiefen schaut, wo noch massig Schnee lieg. Sehr beeindruckend.

Nun denn, der letzte Rest ist nicht mehr weiter wild - immer abwärts, und schließlich über einen Alternativpfad entlang eines kleinen, aber steilen Querhügels, immer begleitet durch niedrige Steinmäuerchen mitten im Wald, zurück auf die ursprüngliche Straße nach Kongsberg.

Wir sind sehr erleichert, wieder am Bus-Bahnhof zu sitzen ... doch auch sehr glücklich über die hinter uns liegende Wanderung. Etwas viel dafür, daß wir beide eigentlich völlig außer Form sind, aber trotzdem schön :-)

Übrigens schmerzten die Beine nach der anderthalbstündigen Busfahrt noch VIEL mehr als davor!! Und so humpelten wir eben wie alte Leute, jammernd und uns selbst bemitleidend, zum Studentenwohnheim, wo wir erstmal uns stundenlangen heißen Duschen und hemmungslosem Herumfaulenzen hingaben. :-D

Oslo IV - Beginn der großen Wanderung !!

Heute, am Samstag, soll es also losgehen!! Ausnahmsweise wird heute mal früh aufgestanden, alles Nötige zusammengepackt, und gegen 10 gings dann ab zum Bahnhof. Leider einen kleinen Tick zu spät. Die Ausschilderung zum Bus-Terminal mit den Überlandbussen (TimExpressen) war etwas irreführend, und so standen wir erst suchend bei den normalen Bushaltestellen, beschlossen dann doch, im Reisecenter nachzufragen, wo man (wie fast überall hier) erst mal eine Nummer ziehen muß, um dann einen recht langen und unübersichtlichen Weg zu dem Busterminal (das irgendwie am völlig anderen Ende des Bahnhofs war) zu marschieren.
Der angepeilte Bus war natürlich schon längst weg, und so gings halt erst eine Stunde später los :-/ Naja egal, es war trotzdem noch ok.

Busfahren macht müde. Vor allem nach einer Nacht, in der man wenig geschlafen hat *g*
Gegen Mittag kamen wir dann in Kongsberg an, wo wir erst mal uns zum Touristcenter durchfragten (die Frau sprach ein Schulbuch-Norwegisch und konnte tatsächlich den ziemlich verschnörkelten Weg zum Touristenbüro so beschreiben, daß wir es auf Anhieb fanden! :-D). Denn was wir brauchten, war hier zu finden: eine Karte! Und zwar eine gute, wo möglichst jeder Bach drauf eingezeichnet ist, Maßstab 1:25.000. War zwar nicht ganz billig, aber Sonntag abend waren wir uns völlig einig, daß es sich absolut gelohnt hatte, die Karte zu kaufen! :) Zumal sie vielleicht sogar nochmal zum Einsatz kommt, beim nächsten Besuch, den Judith bekommt ;-)

Nun denn - die Route war klar, und ab gings durch das schnuffige Städtchen Kongsberg, über einen Fluß, der Martin Skopal wohl sehr zum Kayakfahren animiert hätte, den Berg hinauf. Sehr steil, sehr warm (wieder mal Sonne pur), vorbei an vorbildlichen Schaf-, Kuh- und Pferdeweiden (letztere beide teilten sich eine Weide!), immer höher hinauf.
Wir komen an einer interessanten Felswand vorbei, wo nach alter Tradition (alt = mehrere Jahrhunderte) jeder König, der hier vorbeikommt, durch ein entsprechendes golden-farbiges Wappenbild auf dem Fels verewigt wird.
Dann wird es langsam weniger urban, die Straße wird zum Feldweg, und endlich verjüngt sich dieser zum eigentlichen Wanderweg, wie man es erwartet.

Die Kennzeichnungen der Wege sind übrigens vorbildlich. Wir hatten eigentlich nie wirkliche Probleme, den Weg zu finden.

Die Zeit zieht sich dahin, es geht durch lichte Wäldchen, über plätschernde Bäche, sumpfige Trampelpfade und glatte Steinflächen, die immer wieder durch den Boden brechen. Während des Weges kommen wir schon an einer ehemaligen Grube vorbei, wo irgendwann mal nach Silber geschürft wurde. Allerdings alles umzäunt und abgesperrt. Und nach ewig anmutender Zeit (Judith hält sich wacker, auch wenn sie irgendwann doch vehement eine Pause fordert *knuffel* ich wäre noch weiter bis zur angepeilten Silberhütte "Sachsen" gegangen, war aber über eine sofortige Pause nicht allzu bestürzt *grins*).

Dann endlich waren wir oben angelangt. Ziemlich fertig. *g* Auch ich. "Haus Sachsen" ist fast ein kleines Dorf. Verstreut stehen einige Gebäude herum, durch die Fenster kann man noch alles rumstehen sehen, als wäre die Grube fluchtartig verlassen worden. Eine alte Ruine lädt zum Draufrumkraxeln ein; wie wir später lesen, handelte es sich dabei allerdings um das Fundament zu einem nicht mehr vorhandenen Gebäude. Alles wird genau inspiziert. Und schließlich haben wir auch wieder genug Tatendrang aufgebaut, um weiterzugehen. Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten, den großen Rundkurs durch das ehemalige Silberabbaugebiet zu begehen, wir wählen den Weg entgegen dem Uhrzeigersinn. Trampelpfade durch Heidekraut, teilweise parallel zu überbretterten, aquäduktartigen Wasser-Leitungen, führen durch malerische Landschaften, die uns bis heute abend begleiten werden. Verkrüppelte, vom Wind verbogene Birken überall, und dann auch noch Schnee!! Mir schwant, daß es nachts hier immer noch recht kühl sein wird.

Am Wegesrand taucht dann und wann recht sonderbar anmutender Unrat auf ... Schubkarren zum Beispiel, oder eine große Trittleiter. Gedanken an ein "Schubkarren"-Friedhof lösen direkt zwei weltenbastlerische Ideenansätze in mir aus *grins* Mehr dazu wohl später mal in meinem Æýansmottír-Blog.

Ungläubig stellen wir mit jedem Landschaftsmerkmal, das wir passieren, anhand der Landkarte fest, dass wir uns wesentlich schneller fortbewegen als gedacht. Vermutlich verzerrte unser langer und beschwerlicher Aufstieg die Wahrnehmung für die Entfernungen, auf jeden Fall sind wir schon "halb den Rundkurs rum", ehe wir es uns versehen :-) Wir sind definitiv nicht unglücklich darüber, denn ich bemerke während der Strecke immer mehr, daß es ein ÄUSSERST ungünstiges Gelände zum Zelten ist... im Hinterkopf habe ich aber immer noch die Sachsen-Hütte, wo ich zumindest geeignete Rasen-Flächen gesehen habe.

Kurz vor dem "Höhepunkt" der Strecke, dem Jonsknuten mit 904m (Haus Sachsen liegt auf 585m), treibt uns bei einer Schutzhütte am Wegesrand die Neugierde einen Steinwall hoch, denn laut Karte soll dahinter ein See sein. Und tatsächlich, künstlich durch gewaltige Steinwälle gehalten, bot sich dahinter ein überaus malerisches Bild eines mittelgroßen Sees - es sollte nicht der letzte unserer Tour gewesen sein! :-D

Am See fällt dann auch die Entscheidung, den Gipfel Gipfel sein zu lassen und an seinem Fuß den See entlang die Abkürzung zu nehmen - eine weise Entscheidung, denn sonst wäre es tatsächlich gewaltig spät geworden heute, oder aber wir hätten ein wesentlich weniger lauschiges Plätzchen für unser Zelt gehabt.

Recht zügig gehts dann zur Knuttehytta, wo wir beide sehr erleichtert ob des Vorhandenseins von anständigen Toiletten sind. Danach noch durch eine kleine Rastpause entsprechend gestärkt, beschließen wir, den Rest der Strecke zurück zum Haus Sachsen kurzerhand anzuschließen, da immer noch wenig andere Möglichkeiten zum Zelten sichtbar waren. Während der Strecke taten mir schon massiv die Fußsohlen weh, später kommen auch noch die Knie und die Unterschenkel hinzu, während Judith vor allem mit Druckstellen in den Schuhen und einem schmerzenden Hüftgelenk zu kämpfen hat. Tapfer ging es aber weiter, durch eine Landschaft, die sich immer wieder in pitoresken Bildern übertrifft, so daß man gar nicht mehr weiß, was man noch alles fotografieren soll. Vor allem kleine verwinkelte Seen zwischen blankgeschliffenen Felsen tun es mir an. Die Seen hier sind übrigens fast alle künstlich als Wasserresservoires angelegt.

Mit letzter Kraft schleppen wir uns endlich bis zum Haus Sachsen, so gegen 17 Uhr sind wir da, nach 5 Stunden Wandern (mit nur kurzen Pausen) - Heureka! Und wehe, Judith erzählt mir nochmal was von "ich hab keine Kondition"!
Erschöpft, aber glücklich bauen wir einfach in unmittelbarer Nähe der Hütten unser Zelt auf. Das Jedermannsrecht in Norwegen besagt ja, daß man ausreichende Nähe zu bewohnten Gebäuden einhalten sollte - bewohnt waren diese hier ja definitiv nicht ;)

Zum Glück hatte Judith im Wanderführer eine fast unscheinbare Stelle bemerkt: es gibt einen voll funktionsfähigen Brunnen auf dem Gelände! Nach kurzer Suche werden wir bei einem kleinen Holzverschlag fündig: tatsächlich läuft hier einfach so ein nicht endender Strahl eiskalten Wassers aus einem kleinen Hahn! :-D

Deshalb könnne wir uns auch ohne weitere Probleme ans Essen machen: ich hatte mir zu diesem Zweck zwei Nudel-Fertiggerichte mitgebracht, die ausschließlich aufgekocht werden müssen. Nicht besonders gesund vermutlich, aber herrlich warm im Magen, natriumglutamat-würzig und hungerstillend :-D
Zu diesem Zweck wird auch mein Esbit-Kocher eingeweiht - im Zelt liegend, die Beine schon im Schlafsack, betrachten wir noch schmachtend den schönen Sonnenuntergang, während wir eifrig Nudeln mampfen, und später dann noch eine heiße Zitrone schlürfen ... das Leben könnte nicht schöner sein. Naja, doch, wenn man z.B. nicht Blasen an den Füßen hätte und die Gewissheit, morgen einen mörderischen Muskelkater zu haben ;-)

Auf dem Geländer (zum Glück recht weit weg) feiert übrigens noch eine Gruppe junger Männer eine Junggesellenparty ... die Stimmen drangen eigentlich nur selten zu uns rüber. Allerdings beunruhigte uns die Verwendung eines Megafons doch erheblich, doch unsere Sorgen waren unbegründet, es kehrte recht bald Ruhe auf dem Gelände ein. Während des Essens torkelt irgendwann einer der Herren zu unserem Zelt und amüsiert uns köstlich bei dem kläglichen Versuch, in einem ziemlich betrunkenen Zustand Small-Talk zu führen: eigentlich noch soweit bei Verstand, um zu merken, daß man betrunken ist, so daß es einem eigentlich peinlich ist, überhaupt eine Unterhaltung angefangen zu haben, und jetzt irgendwie verzweifelt versucht, wieder aus der Situation rauszukommen, ohne als völliger Idiot dazustehen (wobei es dafür ohnehin schon zu spät war *ggg*), das aber wegen ausreichender Trunkenheit nur sehr schwer gebacken bekommt... *kicher*

Gegen 10 Uhr (meine Güte, schon wieder drei Stunden rum?) schließen wir endlich unsere Äuglein, ich pumpe noch ein letztes Mal meine Isomatte auf (sie verliert ständig Luft), dann entschweben wir in die kalte norwegische Nacht ...

13.5.05

Oslo III - Holmenkollen und darüber hinaus

Am Freitag unternahmen wir nach langem Ausschlafen gleich noch eine Einstimmung auf unser gewagtes Unternehmen am Wochenende: eine Kurzwanderung hoch über der Stadt durch lichte Wäldchen, matschige Pfade (mit ausgelegten Planken, allerdings nur zum Teil, sehr zur Freude meiner Sandalen, die ich heute nur anhatte).

An einem malerischen See am Fuße des Skigebietes oberhalb des Holmenkollen machten wir es uns auf einem im Wasser dümpelnden Holzfloss bequem, daß über ein zweites Bretterkonstrukt vom Ufer aus erreichbar war, und genossen die Sonne. Zwei Stock-Enten verschiedenen Geschlechts zeigten sich zunehmend neugierig, bis sie sogar vor unserer Nase auf die Bretter stiegen und sich ausgiebig putzten. Unzählige Fotos später verkrümelten sie sich dann endlich wieder, und wir machten uns auch wieder auf den Weg.

Jetzt ging es den schneelosen Skihang empor! Es hat irgendwie einen seltsamen Flair, einen Skihang emporzugehen, wo kein Schnee liegt - man kommt sich vor wie auf einer Riesen-Baustelle oder einem Katastrophengebiet, wo ein Wirbelsturm eine große Schneise in den Wald gerissen hat.

Oben angekommen, geht es sofort wieder runter, bis hin zur berühmten Holmenkollen-Sprungschanze, und wieder nach Hause ... soweit ich mich erinnern kann, irgendwie weiß ich nicht mehr so recht, immerhin schreibe ich das jetzt 7 Tage danach ;)

Oslo II - Oslofjord und seine Inseln

Dieses Wetter nimmt mir keiner ab :D Strahlender Sonnenschein überall, keine Wolken zu sehen.
Doch erst wird lange ausgeschlafen, daran ändert auch nichts, daß wir beide schon so gegen 7 Uhr aufgewacht sind. *kuschel*
Endlich gegen Mittag kamen wir los, und ich beschließe doch endlich, eine Wochenkarte zu kaufen ;-) Fatal: meine EC-Karte wird an keinem Automaten genommen! :-( Bis jetzt muß Judith mich immer noch aushalten...

Zu Fuß gings durch den Campus, der recht schick ist und über eine imposante Bibliothek verfügt (Fotos folgen später).
Die Fahrt ging erst mal bis in die Innenstadt, wo mir diverse Wichtigkeiten gezeigt wurden, zu Fuß näherten wir uns dann der Festungsanlage am Hafen, die wir ausgiebig durchstreiften. Eine kleine Gruppe von Bäumen mitten auf einem Burgplatz-Rasen verführten mich, einen von ihnen zu erklimmen (Judith hätte es durchaus auch gerne gemacht, aber sie ist zu gut dazu erzogen ;)) - wodurch ich zu guter Letzt noch Bekanntschaft mit dem hiesigen Ordnungspersonal machen durfte *g*

Das Verteidigungsmuseum wurde kurz noch besucht (freier Eintritt), dann endlich ging das Boot (das man mit der normalen Wochenkarte benutzen darf!) los zu den Inseln, die der Küste vorgelagert sind. Die Haare vom Wind zerzaust, tuckeln wir erst mal alle Inseln ab, um dann auf der ersten wieder auszusteigen, um dort ein wenig herumzustöbern. Es ist erstaunlich wenig los, kaum Touristen oder überhaupt Menschen. Eine alte Ruinen-Anlage konnte durchforscht werden - keine Absperrungen oder Hinweisschilder störten den Kraxelgenuß.

Zwischen Kanonen wurde dann noch ein Weilchen relaxed, dann ging es über kleine Trampelpfade immer am felsigen, muschelbedeckten Ufer entlang zurück zur Anlegestelle, was sehr viel Spaß machte.

Ziemlich fertig waren wir inzwischen, durch all die Sonne. Zu Fuß gings noch durch die Prachtstraße Oslos und Richtung Zentralbahnhof, und ab nach Hause.
Im neu eröffneten Billig-Supermarkt noch eingedeckt für die nächsten Tage ... und jetzt bin ich fertig und will nur noch schlafen ;)

11.5.05

Oslo I - Abflug !!!

Warum habe ich nicht daheim nachgewogen? Warum?

Von den 5kg Übergepäck erließ die Dame am Schalter mir zwei, drei musste ich bezahlen :-( (immerhin 18 Euro) - und es wäre ja nicht so gewesen, daß ich diese 3kg nicht noch hätte abspecken können, wenn ichs nur gewußt hätte :-/ *ärger*

Naja, selbst schuld.

Der Morgen verlief eigentlich recht gut. Sehr früh aufgestanden (6:30 UHR!!), alles soweit erledigt, daß ich um 8 Uhr sogar noch einkaufen konnte. MÖFF! Das tolle PC-Spiel, das Dorte am Wochenende gekauft und bei mir angespielt hatte (Heaven & Hell), gibts da nicht mehr :-(
Die Fahrt zum Kölner Flughafen startete pünktlich und verlief reibungslos, recht gelassen konnte ich die Eincheckprozedur über mich ergehen lassen (abgesehen von dem unerfreulichen Gepäckdebakel).

Auf dem Flug konnte ich endlich mal bei Gormenghast weiterlesen :D
Und in Oslo direkt von Judith abgeholt! :-D *freuhüpf* *langeknuddel*

Der Abend wurde noch recht relaxed verbracht, und abends wurde direkt die Gormenghast-Verfilmung angefangen *g* (die ersten beiden Teile)

10.5.05

wieder Alltag

Montag

Tja, das Wochenende ist vorbei :-(
Dorte wird widerstrebend mittags zum Bahnhof gebracht, und danach wird es mich wieder direkt in eine selten langweilige Tagesreportage mit viel Rumsitzen geworfen :-(

So langsam wird mir klar, daß ich in zwei Tagen nach Oslo fliege! Und ich habe noch nichts vorbereitet!!

Die aus der Bibliothek ausgeliehenen Bücher über Norwegen werden gewälzt, per ICQ mit Judith rumüberlegt, was denn nun gemacht werden kann. Meine Mail von Germanwings ist nirgends mehr auffindbar!!

Dienstag

Recht panisch wird endlich mal alles zusammengepackt, das Zelt und eine zweite Isomatte von Pam besorgt, diese wegen akutem Rauchgeruch im Bad aufgehängt (viel genutzt hats nicht :-( ), und alles soweit erledigt.

Zum Glück kann wegen der Buchungsnummer die nette Dame vom erstaunlich günstigen Germanwings-Servicetelefon weiterhelfen und schickt mir die Bestätigungsmail nochmal.

Alles wird gut ... *hoff* ;)

9.5.05

Freitag, 06.05.

FREI!!
Und heute nachmittag kommt Dorte! Sie kann tatsächlich kommen, die Rückenverspannungen sind soweit abgeklungen, daß sie es wagen kann ...
Die Zeit bis dahin nutze ich vortrefflich. :-D
So stattete ich unter anderem IKEA einen Besuch ab und verbrachte dort viel mehr Zeit als geplant (wie immer), doch hatte immerhin artig alles gekauft, was ich mir vorgenommen hatte. Nun verfügt meine Wohnung über so manche Dinge, die meine diversen Gäste durchaus freuen dürften. *ggg* z.B. einen Duschvorhang, Badvorleger und einen kleinen Abfalleimer im Bad! Oder auch richtige Entendaunen-Kopfkissen.

Neben Essen Einkaufen u.a. blieb nicht mehr viel Zeit für anderes, und auch so kam ich wieder einmal gerade pünktlich auf die Minute am Bahnhof an, um Dorte abzuholen ;)

Sehr entspannt war der erste Abend. ENDLICH schafften wir es mal, den Thailänder zu besuchen, und ließen es uns da so richtig gutgehen, und zur Krönung des Abends schauten wir die ersten zwei Folgen der BBC-Verfilmung von "Gormenghast", einen genialen Vierteiler von vier Stunden, der nur deshalb unterbrochen wurde, weil es irgendwann eins / halbzwei war und wir dann doch ins Bett mußten... ;)

Samstag, 07.05.

Ausschlafen - dann Weltenbastler-Stammtisch. Skyven freut sich auf Dorte. Viele Vulgaritätspunkte auf beiden Seiten *g*
Wir gehen dann aber auch wieder früher, d.h. nach 6-7 Stunden, weil es Dorte ja nicht so gut geht.
Abends wird der Rest von Gormenghast geguckt ..., was sage ich, genossen! :D Eine supergeniale Serie und ein schönes Making-of.

Sonntag, 08.05.

Heute gabs das total leckere mexikanische Essen mit Teigfladen und Hackfleisch-Gemüse-Füllung :D Ich bin regelrecht angesteckt und werde das bestimmt noch häufiger wiederholen.
Abends noch ein Leckerli: "Königreich der Himmel" im Kino! Und sehr positiv überrascht. Ein durchaus akzeptabler Orlando Bloom in einem spektakulären, sehenswerten Film mit sehr starken Momenten. Es hat sich richtig gelohnt :D

6.5.05

4 Tage FREI!!

Jucheisa!! Die nächsten vier Tage sind FREI!

Doch zunächst zu den letzten Tagen.

Montag, 02.05.:

12,5 Stunden gearbeitet! Ohne Pause! Von 7:15 bis 19:00 Uhr!

Aber es war trotzdem schön (die ersten 9 Stunden oder so *g*) - wir waren auf der Sieg mit dem Motorboot unterwegs und haben junge Lachse ausgesetzt. Geilstes Wetter, leichter Sonnenstich, unbequeme Neopren-Anglerhosen, die einen schön schwitzen lassen, Probleme mit der Unterwasser-Kamera, dann doch schöne Bilder.
Abends total tot. Ich gönnte mir eine Badwanne mit Totes-Meer-Salz, bin danach fast nicht mehr unter den Lebenden, liege völlig fertig anderthalb Stunden auf dem Sofa und wäre fast eingeschlafen.
Ausnahmsweise mal recht früh ins Bett *g*

Dienstag, 03.05.:

Es kann nichts Wichtiges an dem Tag gewesen sein, ich kann mich jetzt, 3 Tage danach, schon nicht mehr daran erinnern, was ich da überhaupt gemacht habe *ggg*
Oh! Doch, jetzt fällt mir's wieder ein ;-)
Nachmittags, während wir im Aufenthaltsraum saßen und dem Feierabend entgegenfieberten, ging draussen die Welt unter. Richtig heftiges Unwetter, Blitz und Donner und massive Wassermassen von oben.

Daheim angelangt, regnete es nur noch mässig, und ich bekomme faszinierenderweise tatsächlich Lust, trotz (oder wegen?) des Regens mich erneut auf das Fahrrad zu schwingen. Bis ich aus dem Hause kam, hatte der Regen zwar schon entgültig aufgehört und die Sonne bekam langsam wieder Oberhand, aber es war trotzdem noch angenehm kühl, und die nassen Straßen ergaben einen schön dreckigen Rücken ... (ich habe keine Schutzbleche)

Der Hintern tat zwar immer noch weh, aber es hielt sich in Grenzen. Dennoch war meine Form erheblich schlechter als zwei Tage zuvor. Ob das an den Temperaturen oder am Gegenwind lag, weiß ich nicht. Der Rückweg war wieder mal gekennzeichnet von diversen Abstechern zum Rheinufer, gemütlichem Fahrradschieben am Ufer entlang, durch völlig menschenleeres Gebiet. Dabei lernte ich eine faszinierende Ecke bei der Autofähre Zons kennen, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Die Bäume am sandigen Deich waren alle auf 1,5m freigelegt, das heißt, man konnte überall die Wurzeln bis auf Augenhöhe sehen, erst dann fing der eigentliche Baum an! Und später wanderte ich mitten durch eine am Rheinufer weidende Schafsherde! Es ist immer wieder faszinierend, wie menschlich Schafsmähen klingt, und wieviele verschiedenen Stimmlagen es bei Schafen gibt! :-D

Mittwoch, 04.05.:

Während einer langweiligen Pressekonferenz ein paar Gedanken zu meinen Zwergen auf Æýansmottír gemacht :-D
Ansonsten nicht viel. Standart-Arbeitstag.
Abends Besuch von Pam und Susanne, Wäschewasch- und Filmeabend (Bound - Gefesselt). Außerdem überraschte ich die beiden mit dem Vorschlag, mal zur Abwechslung nicht dem Pizza-Taxi viel Geld in den Rachen zu werfen, sondern selbst was zu machen! :) Habe schließlich extra Hackfleisch dafür gekauft.

Donnerstag, 02.05.:

Bis jetzt nicht viel *g* Laaange ausschlafen, mit erstaunlich vielen Weltenbastlern im IRC-Chat rumhängen, Ebayen, und endlich mal meinen Blog schreiben ;)

1:38 Uhr ... Zeit ins Bett zu gehen. Gerade läuft noch die letzte Trockner-Maschine (nachdem ich eine Stunde lang die Wäsche vergessen hatte :-/), und ich habe doch tatsächlich ein BISSCHEN was an meiner privaten HP gemacht. Und die Bilder von meiner Wandertour durch die Rheinufer-Schafherde hochgeladen. :-)

Ein paar Impressionen:


Eine große Baumwurzel, mitten am Rheinufer


Der Stein ruhte kurz vorher noch im flachen Wasser im Kies und Sand vergraben ;)


Das Ufer war übersät mit Schafen


Große und Kleine...


...und immer neugierig.


Manche wollten nicht mal Platz machen.


Die bizarren Bäume am Rheinufer.


Im Detail


Und nochmal

Und jetzt ab ins Bett :)

1.5.05

Ein sonniges Wochenende...

...und so schlecht genutzt :-/
Gestern hatte ich mir das Recht herausgenommen, unverschämt lange zu schlafen und bis 12 Uhr die Bettdecken zu durchwühlen.

Leider hatte ich es geschafft, trotz unglaublich strahlendem Himmel und Sonnenschein mein schlechtes Gewissen zu ignorieren und viele Stunden lang am DiscWiki herumzutüfteln und mich mit dem Webmaster herumzuärgern. *rolleyes*

Letzten Endes hatte der Tag nicht viel gebracht, außer einen steifen Nacken, weil ich noch nie so lange am Stück am Laptop gearbeitet habe, während er neben meinem PC-Monitor steht, so daß ich immer so schräg draufgucken muß...

Immerhin habe ich dann auch noch ein paar Fotos von diversen WDR-Drehs und andere Bilder bearbeitet und fertig für die zu brennende CD gemacht.

Für Æýasmottír gibts ebenfalls eine kleine Neuigkeit (allerdings noch vom Freitag): eine Schrift der Alben (so denke ich mal) - während der Arbeit erstellt, völlig entgeisterte, verständnislose Blicke meiner Kollegen inklusive.

Was, schon um vier Uhr morgens im Bett? Ich werd immer schlimmer...

Erstaunlicherweise wachte ich aber heute gegen 10 Uhr von alleine auf und stand dann sogar bald danach auf!!
Wieder unverschämt gutes Wetter! Und wieder hocke ich vor dem Rechner, studiere das Weltenbastler-Forum (an sich nichts Schlechtes), und erlebe den bestbesuchtesten IRC-Chat der Weltenbastler seit seiner Existenz! :) War richtig unterhaltsam und sollte auf jeden Fall so mal wieder wiederholt werden.

Doch irgendwann konnte nicht mal ich mein Gewissen überhören, nachdem es mir schon so laut ins Ohr brüllte, daß ich einen Tinitus davon bekam. Fahrrad raus, und ab gen Rhein, wo ich nach ca. 35km etliche Zeit einfach nur am Rheinufer saß, Steinchen ins Wasser schmiß, die Füße ins angenehm kalte Wasser hielt und Spaziergänger beobachtete. :D

Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich sogar hier dank WAP-Flatrate kurz im ICQ meine Zufriedenheit laut werden liest. *grins*

Auch wenn mein Hintern wieder mal weh tut wie die Hölle (wie immer nach einer so langen Radfahrpause), so hat sich zumindest der Nachmittag gut gelohnt und wurde mit einer türkischen Pizza und einem CaB (Cola&Beer+Dragonfruit) belohnt. Und nu schreib ich auch in meinen Blog, hoffentlich halt ich das endlich mal durch ;)

Musik hab ich heute übrigens gar nicht gehört! :D Soll auch vorkommen.
So, morgen muß ich früh raus. Selbsterwähltes Elend, immerhin fahren wir Lachse aussetzen in der Sieg, und das macht Spaß, für sowas steht man auch gerne mal früher auf ;-)